SOLVAir®; Industriekessel - Zahlen und Fakten

  • Erreichbare HCl-Abscheiderate: über 98 %, mit Elektro- und Gewebefilter

  • Erreichbare SO2-Abscheiderate: über 95 %, mit Gewebefilter

  • Erreichbare SO2-Abscheiderate: über 90 %, mit Elektrofilter

  • Eingedüste Menge: 25 bis 2.500 Kilogramm/Stunde

Das Verfahren ist einsetzbar bei Kesseln, die die unterschiedlichsten Rohstoffe verbrennen, beispielsweise Schalen von Getreidekörnern, Holzabfälle, Eisenbahnschwellen, Reifen, Speisereste, medizinische Abfälle, Tierkadaver oder Klärschlamm.

 

Context: Betreiber von Industriekraftwerken müssen die gesetzlichen Grenzwerte zu jeder Zeit sicher einhalten.

Unterschiedliche Gesetze, unterschiedliche Brennstoffe, dieselben Bedürfnisse

Nationale und regionale Vorschriften zur Luftreinhaltung dienen dem Schutz von Umwelt und Gesundheit. Mit Industriekesseln ausgerüstete Anlagen werden aufgrund des Schadstoffausstoßes (Feinstaub und Aerosole, SO2, HCl und Hg) von den Behörden zur Reduzierung ihrer Emissionen angehalten. 

Einige unserer Kunden wollen beim Brennstoff flexibel sein, andere haben einen inhomogenen Brennstoffmix und einige Anlagen produzieren zudem Strom. Allen gemeinsam ist, dass sie eine verlässliche, flexible und wirkungsvolle Lösung für die Rauchgasreinigung brauchen.

Strengere Vorschriften sind auf dem Weg

Weltweit gibt es eine steigende Anzahl von Vorschriften für Industriekessel. In den Vereinigten Staaten zum Beispiel gibt es eine Fülle entsprechender Gesetze, wie den Clean Air Act (US-amerikanisches Gesetz zur Luftreinhaltung), MATS, die Regional Haze Rule, CISWI sowie örtliche Vorschriften. In Europa soll spätestens Anfang 2021 das BVT-Merkblatt zu Großfeuerungsanlagen umgesetzt werden. Die darin beschriebenen Anforderungen müssen dann rechtsverbindlich in den nationalen Immissionsschutzgesetzen umgesetzt werden.

Weitere Informationen zur Gesetzgebung in den USA finden Sie auf der Seite „Schadstoffe“

Unterschiedliche Emissionsgrenzwerte

Je nach Land, in dem die Anlage betrieben wird sowie abhängig vom eingesetzten Brennstoff und der Anlagengröße können für saure Luftschadstoffe unterschiedliche Emissionsgrenzwerte gelten:

  • 10-500 mg/Nm3* für SOx

  • 50-400 mg/Nm3* für NOx

  • 1-10 mg/Nm3* für HCl

*( 6 % O 2 , trocken)

Vor welchen Herausforderungen stehen Industriekesselbetreiber?

Betreiber von Industriekkraftwerken, die Abscheideraten für saure Luftschadstoffe - in erster Linie für HCl und SO 2 - von über 80 Prozent erreichen müssen, benötigen eine wirkungsvolle Rauchgasbehandlung. Dieses sollte idealerweise auch flexibel auf Änderungen, wie z.B.einen neuen Brennstoffmix ausgelegt sein.

Die Herausforderung: Der Anlagenbetrieb muss weitergehen, gleichzeitig sind neue Emissionsgrenzwerte und -vorschriften einzuhalten. In der Regel handelt es sich um kleinere Anlagen mit weniger Stellfläche für zusätzliche Einrichtungen und einer nur kleinen technischen Abteilung.

 

Was kann SOLVAir® für Betreiber von Industriekraftwerken tun?

Eindüsung eines trockenen Sorptionsmittels in den Rauchgasstrom

Das SOLVAir®-Trockenverfahren nutzt ein nicht-toxisches, natriumbasiertes Sorptionsmittel. Es bietet Kunden eine wirtschaftliche, leicht zu handhabende und dauerhafte Lösung, mit der sie jetzt und zukünftig die gesetzlichen Auflagen für saure Luftschadstoffe erfüllen können.

Diese Gründe sprechen SOLVAir®

  • reduziert selektiv saure Schadstoffe (HCl, SO3, SO2); unterstützt die Quecksilber-Adsorption;

  • ermöglicht in den meisten Fällen eine verbesserte Abscheidung im Elektrofilter und eine selektiv verbesserte Entfernung von Stickoxiden dank SCR-Verfahren;

  • verbessert die Abscheidung von Feinstaub wenn das Sorptionsmittel vor dem Elektrofilter eingedüst wird;

  • ermöglicht die Reduzierung der SO2-Konzentration (Stand-alone oder in Kombination mit nachgeschalteter Nasswäsche);

  • ermöglicht die Reduzierung der SO2-Konzentration (Stand-alone oder in
    Kombination mit nachgeschalteter Nasswäsche);

  • ermöglicht eine höhere Reaktivität gegenüber SOx als calciumbasierte Sorptionsmittel und verringert somit den spezifischen Verbrauch und die Menge der erzeugten Reststoffe;

  • schnelle Umsetzung möglich: Teilweise binnen weniger Monate bis ca. 1-2 Jahre von der ersten technischen Evaluierung bis zum Abschluss der Installation;

  • die Trockensorption bietet höchste Flexibilität bei stark schwankenden Schadstoffkonzentrationen.