Glasindustrie und SOLVAir® - die wichtigsten Fakten und Zahlen

Die größten Glashersteller in ganz Europa setzen SOLVAir® ein.

  • Rauchgasvolumenstrom: 35.000 bis 75.000 m3/h
  • Eingesetzte Brennstoffe: Erdgas und Schweröle
  • Temperatur am Einlass Elektrofilter: 300°-400°C
  • SO2-Eintrittskonzentration: 500 – 1700 mg/Nm3 bei 8 Prozent O2 (höhere SO2-Konzentration ist abhängig von der Art des Brennstoffes und des Glases)
  • SO3-Konzentration im Rohgas: bis zu 12 Prozent, je nach Glas-Art
  • SOx-Abscheiderate mit Elektrofilter: bis zu 98 Prozent mit Stöchiometriefaktor von 1,7
  • SOx-Abscheiderate mit Elektrofilter: 60 Prozent mit Stöchiometriefaktor von  0,6

 

Herausforderung für die Glasindustrie: Rauchgase mit hohem Schwefelgehalt

Man unterscheidet drei Hauptarten von Glas: Flachglas, Container- und Spezialglas. Glas wird durch Schmelzen einer Mischung aus Sand, Soda und Additiven, hauptsächlich Natriumsulfat, hergestellt.

Dabei entstehen Staub und saure Bestandteile, vor allem Schwefeldioxid (SO2) und Schwefeltrioxid (SO3), die sowohl aus dem Schwefelgehalt des Brennstoffs als auch der Zersetzung von Läutermittel im Schmelzofen stammen.

Herausforderung SO3-Abscheidung

Der typische SO3-Gehalt im Rauchgas liegt bei der Flachglasherstellung (mit Erdgas) bei 7 bis 12 Prozent und bei der Containerglasherstellung bei 12 Prozent, mit Spitzen bis zu 30 Prozent, je nach Glasrezeptur. Für Glashersteller ist die Abscheidung derart hoher SO3-Mengen bei hohen Temperaturen von 250°C bis 400°C eine Herausforderung.

EU-Richtlinie legt Emissionsgrenzwerte fest

Darüber hinaus legt das BVT-Merkblatt der Europäischen Union für die Glasherstellung Emissionsgrenzwerte für Behälter- und Flachglas fest und schreibt die Nutzung von Abwärme zur Energierückgewinnung vor, wenn dies technisch und wirtschaftlich vertretbar ist. 


 

Was SOLVAir® für die Glasindustrie leisten kann

SOLVAir®-Natriumbicarbonat-Sorptionsmittel neutralisieren die sauren Komponenten in den Rauchgasen, um gesetzliche Emissionsgrenzwerte einzuhalten. Das Produkt ist hochwirksam bei der Abscheidung von Schwefeldioxid und Fluorwasserstoff (HF). Die Abscheideraten für SOx erreichen bis zu 98 Prozent.

Das bei diesen Reaktionen gebildete Salz muss mit einem Elektrofilter (ESP) oder einem Gewebefilter (GWF) aus dem Rauchgas entfernt werden, abhängig von der geforderten Abscheideleistung und den Temperaturen der Gase.

Wettbewerbsvorteil für Glashersteller

SOLVAir® ermöglicht die Wärmerückgewinnung aus Rauchgasen. Dieser Prozess erfordert niedrige Konzentrationen von SOx und insbesondere von SO3 in den Rauchgasen, die dem System zur Wärmerückgewinnung zugeführt werden, um die Kondensation von Säuren an der Oberfläche der Anlage zu vermeiden.

Dank der hochwirksamen Abscheidung von SOx können Glashersteller erheblich Energie einsparen, und das kann in einer sehr wettbewerbsintensiven Branche ein entscheidender Vorteil sein. 

 

Die wichtigsten Vorteile für unsere Kunden aus der Glasindustrie

SOLVAir® wird in einem einfach einzubauenden Trockensorptionssystem eingesetzt, bei dem keine flüssigen Rückstände anfallen. Vor dem DeNOx-Katalysator (SCR) ist zudem ein Wiederaufheizen der Rauchgase nicht erforderlich.

SOLVAIR®-Verfahren können in einem breiten Betriebstemperaturbereich eingesetzt werden, ohne Einbußen bei der Effizienz.

Recycling von Reststoffen zu Rohstoff

Bei der Abscheidung von SO2 und SO3 mit Natriumbicarbonat entstehen natriumhaltige Reaktionsprodukte (NRP). Ihre Hauptbestandteile sind Natriumsulfat und Natriumcarbonat, die als Rohstoffe für die Glasherstellung wiederverwendet werden können. Das schont Ressourcen und vermeidet Abfälle.

Verbesserter SCR-Betrieb

SOLVAir® ermöglicht den sicheren Betrieb eines DeNox-Katalysators (SCR). Der niedrigere SO3-Gehalt in den Rauchgasen, die in den SCR gelangen, verbessert den Betrieb des SCR, da die Bildung von Ammonia-Salzen vermieden wird. Kunden können den SCR auch bei niedrigeren Temperaturen betreiben.