Umstellung auf alternative Brennstoffe

Steigende Energiekosten veranlassen Zementhersteller, zunehmend auf alternative Brennstoffe umzustellen, insbesondere auf Abfälle und industrielle Reststoffe. Naturgemäß haben diese Rohstoffe keine konstanten Zusammensetzungen. Daher ist es schwierig, im Vorfeld die Emissionen zu bestimmen, die durch ihre Verbrennung entstehen. 

Bypass für Alkalichloride

Darüber hinaus enthält der Abfall eher unerwünschte Bestandteile wie zum Beispiel  Alkalichloride. Durch Alkalichloride kann es durch Ablagerungen zu Verengungen der Gaswege im Bereich des Vorwärmers kommen, was wiederum zu Produktionsausfällen und langen Wartungszeiten führen kann. Die Lösung ist ein spezieller Bypass, über den 10 bis 15 Prozent des Volumenstroms entnommen werden - an einer Stelle, an der die  Alkalichloride gasförmig vorliegen. Dadurch werden zwar die meisten Verengungen beseitigt, doch da das Rauchgasreinigungssystem ebenfalls umgangen wird, erhöhen sich auch die Emissionen.

Dieselben sauren Schadstoffe wie bei der Abfallverbrennung

Hauptschadstoffe im Rauchgas von Zementwerken sind HCl und SOx sowie - abhängig vom eingesetzten Brennstoff - die Elemente, die auch in Emissionen von thermischen Abfallverwertungsanlagen vorliegen.

Dieselben Vorschriften wie für die Abfallverbrennung

Das CLM-BREF-Referenzdokument der Europäischen Union legt fest, dass Industrieanlagen, die mehr als 40 Prozent Abfälle als Brennstoff einsetzen, denselben Emissionsgrenzwerten unterliegen wie thermische Abfallverwertungsanlagen. Darüber hinaus ist eine Überarbeitung des BREF-Referenzdokumentes für 2020 oder 2021 geplant. Diese Beschränkungen gelten zunehmend auch für Zementwerke, die daher mehr denn je ein wirkungsvolles Rauchgasreinigungskonzept brauchen.

Cement factory at Podgorze, Poland

 

Wie kann unser Verfahren  Zementwerken helfen?

Beim SOLVAir®-Verfahren wird ein natriumbasiertes Sorptionsmittel direkt vor einem Schlauchfilter, in dem die Schadstoffe abgeschieden werden, eingedüst.

Einfache und flexible Lösung

Unser Trockenverfahren lässt sich problemlos installieren, ist leicht zu handhaben und reinigt wirkungsvoll Rauchgase. Diese Vorteile und die hohe Flexibilität des Verfahrens ermöglichen  schnelles Reagieren auf unterschiedliche Abgaszusammensetzungen.

 

Hauptvorteile für Betreiber von Zementwerken

Da die Reststoffe aus der Reaktion der sauren Luftschadstoffe mit Natriumbicarbonat aus löslichen Natriumsalzen bestehen, lassen sich unerwünschte Bestandteile in den Rauchgasen - wie Alkalichloride aus dem Zementpulver - einfach abscheiden.

Wirksamere Abscheidung von Schadstoffen

Somit können Zementwerke die meisten Bestandteile wiederverwerten, was nicht möglich wäre, wenn bei der Bypass-Lösung ein calciumbasiertes Reagens eingesetzt würde. Um strengste Emissionsgrenzwerte einzuhalten, ist das SOLVAir®-Verfahren das effizienteste Verfahren.